Ein Bluttest, der eine traumatische Hirnverletzung (TBI) innerhalb von 10 Minuten erkennen kann, wurde von Wissenschaftlern der Université de Geneve (UNIGE) in der Schweiz entwickelt.

Jedes Jahr werden allein in Europa rund 3 Millionen Menschen mit Verdacht aufSchädel-Hirn-Traumanach Haus-, Arbeits-, Kommunikations- und anderen Unfällen mit Symptomen wie Erbrechen in Krankenhäuser eingeliefert, verschwommen Sehvermögen, Bewusstseins- oder Gedächtnisverlust für etwa 30 Minuten. Dies sind die ersten Anzeichen von SHT.

Um die Diagnose eines intrakraniellen Traumas zu bestätigen, wird der Patient einer Computertomographie unterzogen. Dies ist der zuverlässigste Test zur Bestätigung von TBI, obwohl der Patient dabei Röntgenstrahlen ausgesetzt wird. In vielen Ländern ist diese Untersuchung jedoch teuer und nur wenige Krankenhäuser können sich einen CT-Scanner leisten. Verzögerungen bei der Diagnose, z.B. verursacht durch den Transport des Patienten in eine andere Einrichtung, machen es unmöglich, einen schnellen neurochirurgischen Eingriff vorzunehmen, was die Gesundheit und das Leben von Opfern mit Schädel-Hirn-Trauma gefährdet. Dies kann sich jedoch bald ändern.

Wissenschaftler der Université de Geneve (UNIGE) in der Schweiz haben in Zusammenarbeit mit spanischen Krankenhäusern in Barcelona, ​​​​Madrid und Sevilla einen Test entwickelt, TBIcheck, der eine leichte traumatische Hirnverletzung innerhalb von 10 Minuten bestätigt. In einem einzigen Blutstropfen analysiert der Test die Menge an Proteinen, die von geschädigten Gehirnzellen freigesetzt werden, insbesondere H-FABP. H-FABP-Spiegel über 2,5 Nanogramm pro Millimeter Blut weisen auf eine Hirnschädigung hin.

Die Forschung ist besonders nützlich für Rettungsteams. Es ist wie ein Schwangerschaftstest. Wenn nach dem Auftragen eines Blutstropfens an der entsprechenden Stelle eine einzelne Linie erscheint, ist dies ein Zeichen dafür, dass der Patient sich einer Tomographie unterziehen sollte, um die intrakranielle Verletzung, ihren Ort und ihr Ausmaß zu bestätigen. Wenn das Ergebnis nicht eindeutig ist, können Sanitäter mit einem kleinen Cube Reader „positiv“ oder „negativ“ anzeigen und das Ergebnis an das Telefon des Arztes senden. Patienten mit negativen Ergebnissen können nach dem Verbinden anderer Wunden und der Beobachtung nach Hause gehen. Gleichzeitig belasten sie die Krankenhäuser nicht mit zusätzlichen Kosten für Diagnostik, Behandlung und Pflege.

Schweizer Wissenschaftler arbeiten derzeit an Tests, die Schlaganfälle und Hirnaneurysmen ähnlich schnell erkennen.
Erstellt auf der Grundlage vonwww.rynekzdrowia.pl

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