Wie die Agentur APA am Donnerstag mitteilte, fordert eine in Südösterreich lebende Frau 20.000 Euro von einem Familienmitglied als Entschädigung nach dem Tod ihres Mannes, der sich letztes Jahr zu Ostern im Familienkreis mit dem Coronavirus infiziert hatte.
Der Ehemann der Frau starb im vergangenen Frühjahr, nachdem er sich mit Covid-19 infiziert hatte. Während alle gebeten wurden, sich vor dem Familientreffen auf das Coronavirus zu testen, tat dies einer der Verwandten des Verstorbenen nicht.
"Sicherheit hatte vor Weihnachten Priorität, also wurden alle Teilnehmer gebeten, sich selbst zu testen. Später stellte sich heraus, dass der neue Partner des Verwandten nicht den offiziellen Test machen ließ, sondern nur den am Treffpunkt durchgeführten Test, der sich als negativ herausstellte " - berichtete Dario Paya, Anw alt der Witwe.
Der Anw alt der Gegenpartei erklärte, dass sein Mandant während des Treffens mit der Familie nicht gewusst habe, dass er infiziert sei. Er sollte von der Infektion erst erfahren, nachdem sein Kollege ein positives Testergebnis erh alten hatte.
Wie APA-Anw alt Paya erklärte, wurde der Mann in einem außergerichtlichen Vergleich zur Zahlung von Schadensersatz aufgefordert.