Die südafrikanische Variante des SARS-CoV-2-Coronavirus ist eine der Varianten des Coronavirus, die Wissenschaftlern Sorge bereitet. Was wissen wir bisher über die südafrikanische Variante? Ist es ansteckender und tödlicher? Gibt es einen Impfstoff gegen die südafrikanische Variante des Coronavirus?
Die südafrikanische Variante des SARS-CoV-2-Coronavirus wurde erstmals am 18. Dezember 2022 in Südafrika nachgewiesen. Diese Variante breitete sich sehr schnell auf andere Länder und Kontinente aus. Seine Anwesenheit wurde auch in Polen in der Nähe von Suwałki gefunden.
Südafrikanische Variante des Coronavirus – was wir bisher wissen
Die südafrikanische Variante des Coronavirus ist mit dem Symbol 501.V2 gekennzeichnet. Diese Variante zeichnet sich durch 20 verschiedene Mutationen aus. Nicht weniger als 9 von ihnen führen zu Veränderungen in der Aminosäuresequenz im S-Protein, das sich in der Coronavirus-Hülle befindet (in Form von Spikes).
Außerhalb Südafrikas wurde das Vorkommen dieser Variante unter anderem in in Großbritannien, Japan, Norwegen, Schweden und Österreich. in Tschechien und Polen. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass die südafrikanische Variante ansteckender ist als andere Varianten des Coronavirus. Bisher gibt es keine Daten darüber, ob diese Variante einen schwereren Verlauf von COVID-19 verursacht oder die Todesrate durch eine Infektion signifikant erhöht.
Südafrikanische Variante des Coronavirus und der COVID-19-Impfstoff
Was Wissenschaftler jedoch am meisten beunruhigt, ist eine Mutation namens E484K. Diese Mutation führt dazu, dass die südafrikanische Variante von Antikörpern weniger erkannt wird, was sie wiederum resistenter gegen Impfstoffe machen kann.
Im New England Journal of Medicine veröffentlichte Forschungsergebnisse zeigen, dass der Impfstoff von Pfizer BioNTech gegen diese Variante um zwei Drittel weniger wirksam ist als gegen andere Varianten des Coronavirus. Die Beobachtungen der Forscher legen nahe, dass auch die verbleibenden Impfstoffe weniger wirksam sind. Forscher sind sich jedoch einig, dass Impfstoffe schnell modifiziert werden können, und dies wird insbesondere im Fall von mRNA-Impfstoffen möglich sein.